Kontrast

Sonderprogramm „Stadt und Land“

Rad-Hauptnetz
© HMWEVW – Corinna Spitzbarth

Nutzen Sie jetzt die Chance, um beim Aufbau eines sicheren, nachhaltigen und lückenlosen Radverkehrsnetzes in Hessen mit anzupacken. Der Bund unterstützt Ihre Aktivitäten, um die Gestaltung einer modernen und menschengerechten Mobilität voranzubringen.

Dafür hat der Bund das Sonderprogramm „Stadt und Land“ aufgelegt. Mit einem Regelfördersatz von 80 Prozent – für Anträge die im Jahr 2021 bewilligt werden – unterstützt das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes Kommunen dabei, Lücken im Radnetz zu schließen. Dafür stehen in Hessen in den Jahren 2021 bis 2023 rund 43 Millionen Euro für Projekte zur Verfügung, die bis 2023 fertiggestellt werden können.

Was wird gefördert?

Folgende Maßnahnamen sind förderfähig:

Neu-, Um- und Ausbau von:

  • Straßenbegleitenden, möglichst baulich getrennten Radwegen
  • Eigenständigen Radwegen
  • Fahrradstraßen und –zonen (Insbesondere zur Umgestaltung von Knotenpunkten)
  • Radwegebrücken oder –unterführungen zur höhenfreien Querung von anderen Verkehrswegen
  • Kontenpunkten, die Verkehrsströme trennen, die Komplexität reduzieren und eine vollständig gesicherte Führung des Radverkehrs ermöglichen
  • Schutzinseln und/oder deutlich vorgezogenen Halteinseln
  • Anlagen des ruhenden Radverkehrs wie Abstellanlagen oder Fahrradparkhäusern

Dabei werden auch erforderliche Planungsleistungen Dritter (außerhalb der öffentlichen Verwaltung) und der benötigte Grunderwerb gefördert.

Ausgeschlossen von der Förderung sind Radschnellwege.

Wichtig: Alle Maßnahmen müssen den Qualitätsstandards und Musterlösungen des Landes Hessen entsprechen!

Die Maßnahmen müssen bis 2023 gebaut und durch einen Schlussverwendungsnachweis abgeschlossen werden. Deshalb beantragen Sie Ihre Maßnahmen so früh wie möglich im Jahr 2021, auch um von den erhöhten Fördersätzen zu profitieren.

Ansprechpartner für die Förderanträge sind die jeweils zuständigen Kompetenzcenter Verkehrsinfrastrukturförderung Nord und Süd (FD VIF). Kontaktieren Sie diese bereits bei der Idee für ein Projekt, um die weiteren Schritte gemeinsam zu besprechen und damit etwaige Hürden frühzeitig aus dem Weg zu räumen.

FD VIF Nord: E-Mail: VIFNord@mobil.hessen.de,
Telefon: 0561 7667-0

Für die Kreise Fulda, Gießen, Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner und in der Stadt Kassel

FD VIF Süd: E-Mail: VIFSued@mobil.hessen.de,
Telefon: 06151 3306-0

Für die Kreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Odenwald, Offenbach, Rheingau-Taunus, Vogelsberg, Wetterau und in den Städten Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden

Wer ist förderberechtigt?

Alle Kommunen (Städte, Gemeinden und Landkreise).

Wie groß ist das Fördervolumen in Hessen?

Hessen erhält für die Jahre bis 2023 insgesamt rund 43,9 Mio. Euro:

  • 2021: 12,7 Mio. Euro,
  • 2022: 15,5 Mio. Euro als Verpflichtungsermächtigung,
  • 2023: 15,7 Mio. Euro als Verpflichtungsermächtigung

als Finanzhilfen nach Artikel 104b Grundgesetz.

Wie hoch ist der Fördersatz?

Der Fördersatz beträgt für Maßnahmen, die im Jahr 2021 einen Förderbescheid erhalten und bis 2023 abgeschlossen sind 80 Prozent.

Eine Kombination mit weiteren Fördermitteln des Bundes oder der EU ist nicht zulässig.

Bekommen finanzschwache Kommunen einen besonderen Fördersatz?

Kommunen in einer „Haushaltsnotlage“ bekommen einen erhöhten Fördersatz von 90 Prozent für die Jahre 2021 bis 2023. Voraussetzung ist eine entsprechende Bestätigung durch die jeweilige Aufsichtsbehörde. Interessierte Kommunen müssen sich an ihre jeweilige Finanzaufsicht wenden, in deren Zuständigkeit die Entscheidung über eine „Haushaltsnotlage“ liegt.

Wann können Anträge gestellt werden?

Die Antragstellung ist ab dem 1. Dezember 2020 möglich. Förderbescheide können erst nach der Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) erteilt werden. Gehen Sie davon aus, dass zwischen Antragstellung und Erstellung des Förderbescheides mindestens sechs Monate vergehen.

Wer entscheidet über die Aufnahme in das Programm „Stadt und Land“?

Die FD VIF überprüfen die Anträge und reichen sie an das Hessische Verkehrsministerium (HMWEVW) weiter. Das HMWEVW priorisiert die Anträge und beantragt die Mittel beim Bundesverkehrsministerium (BMVI) auf Basis der Verwaltungsvorschrift „Stadt und Land“. Nach der Entscheidung durch das BMVI erteilen die FD VIF die Förderbescheide und begleiten die Förderung bis zur Prüfung des Verwendungsnachweises.

Wo sind die Förderregularien zusammengestellt?

Die Förderung richtet sich – mit Ausnahme des Fördersatzes – nach der Nahmobilitätsrichtlinie.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Geförderte Vorhaben aus dem Programm „Stadt und Land“ in Hessen

Städte

Bad Vilbel

Mit 280.000 Euro aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund die Stadt Bad Vilbel bei dem Ausbau des Radweges N4. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 380.500 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/08/radweg-hohe-strasse-in-bad-vilbel-ausgebaut/

Darmstadt

  • Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält Darmstadt 74.400 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Umbau eines Knotenpunktes und einer Radfahrstreifenmarkierung auf der Teichhausstraße. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 93.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/06/24/74-400-euro-fuer-darmstaedter-radverkehr/

  • Mit einer Zuwendung in Höhe von 111.600 Euro unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen die Stadt Darmstadt beim Ausbau eines Geh- und Radwegs. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 213.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/08/geh-und-radweg-zwischen-arheilgen-und-kranichstein-wird-ausgebaut/

Wetzlar

  • Mit 70.800 Euro unterstützt der Bund im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ die Stadt Wetzlar bei der Planung und Umsetzung einer Fahrradabstellanlage mit zahlreichen Zusatzfunktionen. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 107.000 Euro.  

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/18/multifunktionale-fahrradabstellanlage-in-wetzlar/

Gemeinden

Dautphetal

  • Mit 424.800 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen die Gemeinde Dautphetal bei der Verlängerung des Hessischen Radfernwegs R2. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 531.000 Euro.  

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/19/radfernweg-im-irrlachfeld-verlaengert/

Dipperz

  • Die Gemeinden Künzell und Dipperz erhalten 268.000 Euro für den Bau eines Radweges zwischen Künzell-Wissels und Dipperz-Friesenhausen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 335.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/14/bund-unterstuetzt-ausbau-des-radwegenetzes-im-landkreis-fulda/

Edermünde

  • Die Gemeinde Edermünde erhält für den Bau einer neuen Fahrradabstellanlage im Bereich des Freischwimmbades sowie den Ausbau des Radwegs an der ehemaligen Kreisstraße 92 finanzielle Unterstützung vom Bund. 71.000 Euro fließen in die neuen Fahrradständer, weitere 137.000 Euro werden für den Ausbau des Radweges im Ortsteil Holzhausen verwendet. Die Gesamtausgaben für die Projekte belaufen sich auf rund 105.000 Euro beziehungsweise etwa 170.500 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/08/bund-bezuschusst-radwegeausbau-und-fahrradabstellanlage/

Ehrenberg

  • Für den Bau eines interkommunalen Radweges zwischen Brand und Reulbach erhalten die Gemeinden Hilders und Ehrenberg 400.000 Euro. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 500.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/14/bund-unterstuetzt-ausbau-des-radwegenetzes-im-landkreis-fulda/

Hilders

  • Die Gemeinde Hilders erhält 960.000 Euro für den Bau eines Radweges zwischen des Ortsteilen Dietges und Rupsroth. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro.
  • Für den Bau eines interkommunalen Radweges zwischen Brand und Reulbach erhalten die Gemeinden Hilders und Ehrenberg 400.000 Euro. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 500.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/14/bund-unterstuetzt-ausbau-des-radwegenetzes-im-landkreis-fulda/

Hohenroda

  • Mit 175.200 Euro aus dem Sonderprogramms „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen die Gemeinde Hohenroda beim Ausbau des Radfernweges R15. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 219.000 Euro. 

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/18/hohenroda-erhaelt-unterstuetzung-fuer-radfernweg-r15/

Künzell

  • Für den Ausbau eines Radweges zwischen Dirlos und Keulos erhält Künzell 198.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 248.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/09/bund-bezuschusst-radverbindung-zwischen-dirlos-und-keulos/

  • Die Gemeinden Künzell und Dipperz erhalten 268.000 Euro für den Bau eines Radweges zwischen Künzell-Wissels und Dipperz-Friesenhausen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 335.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/14/bund-unterstuetzt-ausbau-des-radwegenetzes-im-landkreis-fulda/

  • Mit 197.600 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen die Gemeinde Künzell bei Planung und Ausbau eines Radwegs im Ortsteil Bachrain. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 247.000 Euro.  

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/19/neue-radverbindung-in-kuenzell-bachrain/

Nüsttal

  • Rund 820.000 Euro erhält die Gemeinde Nüsttal für den Bau eines Radweges zwischen Oberaschenbach und Haselstein. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 911.000 Euro.
  • Außerdem wird die Gemeinde Nüsttal mit 471.900 Euro beim Bau eines Radweges zwischen Morles und Mittelaschenbach unterstützt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 525.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/09/14/bund-unterstuetzt-ausbau-des-radwegenetzes-im-landkreis-fulda/

Petersberg

  • Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält die Gemeinde Petersberg 472.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Bau eines interkommunalen Radwegs. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 590.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/07/07/472-000-euro-fuer-radweg-zwischen-margretenhaun-und-dipperz/

Willingen (Upland)

  • Mit 32.800 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen die Gemeinde Willingen (Upland) bei der Einrichtung von Fahrradabstellanlagen. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 41.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/18/bmvi-unterstuetzt-fahrradabstellanlagen-in-willingen-upland/

Landkreise

Lahn-Dill-Kreis

  • Mit 447.200 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen den Lahn-Dill-Kreis beim Bau von Fahrradabstellanlagen. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 560.000 Euro.  

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/21/radabstellanlagen-an-zehn-schulen-im-lahn-dill-kreis/

Landkreis Gießen

  •  Mit rund 144.000 Euro unterstützt das Land Hessen den Landkreis Gießen bei der Einrichtung von Fahrradabstellanlagen an der Gesamtschule in Grünberg. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 192.000 Euro. 

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/06/02/zuschuss-fuer-fahrradabstellanlagen-an-gruenberger-gesamtschule/

Kreis Groß-Gerau

  • Mit 868.800 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen den Kreis Groß-Gerau beim Ausbau des Mainuferwegs in Raunheim, Rüsselsheim und Ginsheim-Gustavsburg. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 1,1 Mio. Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/10/01/ausbau-des-mainuferwegs-in-raunheim-ruesselsheim-ginsheim-gustavsburg/

Antragsberechtigte Institutionen

Regionalverband FrankfurtRheinMain

  • Für die Verbesserung des Radverkehrs erhält der Regionalverband FrankfurtRheinMain 480.800 Euro aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Geld fließt in den Bau von Bike & Ride-Anlagen in Butzbach, Wölfersheim und Steinbach. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 644.000 Euro.

https://www.nahmobil-hessen.de/aktuelles/2021/06/30/480-800-euro-fuer-bike-ride-anlagen-in-butzbach-woelfersheim-und-steinbach/