Projektseite – Radschnellverbindungen in Hessen

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Übersicht aktueller Projekte in Hessen

Hier finden Sie eine Übersicht zu Radschnellverbindungen, Rad-Direktverbindungen und „Radschnellwegen“ in Hessen. Die Seite wird laufend aktualisiert.

Rad-Direktverbindungen im Zweckverband Raum Kassel

Der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) hat in enger Abstimmung mit den Städten Baunatal, Kassel und Vellmar, den Gemeinden Kaufungen und Helsa, dem ADFC, dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und Hessen Mobil eine Machbarkeiststudie für Rad-Direktverbindungen im Raum Kassel erarbeitet. Zielsetzung dieser Studie ist das Aufzeigen von Verlagerungsmöglichkeiten von Kfz-Fahrten auf den Radverkehr, insbesondere für Pendler. In der Studie werden umsetzbare, sichere, zügige und komfortable Rad-Direktverbindungen zwischen dem Oberzentrum Kassel und den angrenzenden Mittel- bzw. Unterzentren vorgeschlagen und das mögliche weitere Vorgehen zur Realisierung aufgezeigt.

Radschnellverbindung Rhein-Main / Rhein-Neckar – ein überregionales Projekt

In den Regionen Frankfurt / Rhein-Main und Rhein-Neckar werden aktuell erste Radschnellwegeprojekte auf den Achsen Frankfurt – Darmstadt und Heidelberg – Mannheim realisiert. Um die beiden Metropolregionen überregional zu verbinden, wird eine Machbarkeitsstudie Rhein-Main / Rhein-Neckar, die einen 60 km langen Nord-Süd gerichteten Korridor untersucht, erstellt.

Radschnellverbindung Frankfurt – Hanau

Auf einer Länge von 17 Kilometern soll eine Radschnellverbindung die Städte Frankfurt am Main, Maintal und Hanau auf Nordmainischer Seite miteinander verbinden. Im September 2019 wurde die Machbarkeitsstudie zu diesem Vorhaben von der interkommunalen Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und den drei Kommunen, veröffentlicht.

Radschnellverbindung Vordertaunus

Eine Radschnellverbindung zwischen den Städten und Gemeinden Bad Homburg v. d. Höhe, Oberursel (Taunus), Friedrichsdorf, Eschborn, Steinbach und Frankfurt am Main soll den täglichen Pendlerverkehr entlasten. Dafür soll bis voraussichtlich Frühjahr 2020 eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden. Die Koordination zwischen den Kommunen und die Projektsteuerung der Studie übernimmt der Regionalverband FrankfurtRheinMain.

Radschnellverbindung Frankfurt – Darmstadt

Im Herbst 2015 hat der Regionalverband RheinMain eine Machbarkeitsstudie für eine Radschnellverbindung vom Holbeinsteg in Frankfurt am Main über Neu-Isenburg, Dreieich, Langen, Egelsbach und Erzhausen bis nach Darmstadt vorgelegt. Die Umsetzung des Projektes liegt in den Händen der Regionalparkgesellschaft Südwest gGmbH, die in der Region schon viele interkommunale Projekte und Radwege realisiert hat. Das Vorhaben erhält eine Förderung für die Planung und den Bau vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.
Am 6. Juni 2019 wurde das erste Teilstück mit einer Länge von 3,6 Kilometern zwischen Egelsbach und dem Darmstädter Stadtteil Wixhausen offiziell durch den Hessischen Verkehrsminister Al-Wazir eingeweiht. Die weiteren Abschnitte sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren entstehen.

Radschnellverbindung Wiesbaden – Mainz

Die Landeshauptstädte Wiesbaden und Mainz sollen über einen rheinübergreifenden Radschnellweg verbunden werden. Beide Stadtzentren liegen nur etwa 10 Kilometer auseinander, in beiden Städten steigt der Radverkehrsanteil stetig, an einer komfortablen, pendlertauglichen Radverbindung fehlt es allerdings bisher. Im Rahmen einer Studie hat das Land Hessen das Potenzial auf mehrere Tausend Fahrten pro Tag taxiert. Die Besonderheit des Radschnellwegs ist, dass er zum großen Teil innerorts verlaufen soll, Bahnflächen tangiert und den Rhein überqueren muss – noch mehr als bei anderen Projekten sind deshalb anspruchsvolle Ingenieurbauwerke einzuplanen. Die Städte Wiesbaden und Mainz beabsichtigen daher für 2020 die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur vertieften Betrachtung der Verbindung.

Rad-Direktverbindung Gießen – Wetzlar

Im Zuge der im Frühjahr 2019 vom Land Hessen vorgelegten Festlegung eines Rad-Hauptnetzes Hessen (Radverkehrs-Verbindung zwischen allen Mittel- und Oberzentren) sind die Potentiale der einzelnen Streckenabschnitte hinsichtlich der Pendler ermittelt worden. Für den Streckenabschnitt zwischen Wetzlar und Gießen ist das Potential für die zweite förderfähige Kategorie von überörtlichen Radwegen, eine Rad-Direktverbindung, ausgemacht worden. In der Untersuchung wird eine Machbarkeitsstudie mit differenzierter Betrachtung des Potentials (unter Einbeziehung des Freizeitverkehrs) und eine Klärung des Ausbaustandards der Wege-Abschnitte empfohlen. Das Rad- und Fußverkehrskonzept für die Stadt Wetzlar (2019) empfiehlt daher die Erstellung einer Machbarkeitsstudie inklusive Trassensuche.

Radschnellverbindung Hanau – Aschaffenburg

Für die Radschnellverbindung von Hanau nach Aschaffenburg wird aktuell eine Absichtserklärung aller Beteiligten Akteure vorbereitet. Beteiligt sind die Gemeinden Großkrotzenburg, Kahl, Karlstein, Kleinostheim und Mainaschaff, die Städte Aschaffenburg und Hanau, der Main-Kinzig-Kreis sowie die Bundesländer Hessen und Bayern. Die Ausschreibung für die Machbarkeitsstudie ist für 2020 vorgesehen.

Bilder und Fotos von Radschnellverbindungen, Rad-Direktverbindungen und „Radschnellwegen“ in Hessen

Die Bilder dürfen unter Nennung des Urhebers – © HMWEVW – Corinna Spitzbarth – durch die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) kostenfrei genutzt werden.